Berufsunfähigkeit
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Ihnen finanzielle Absicherung, wenn Sie Ihren Beruf aufgrund von Krankheit oder Unfall für einen längeren Zeitraum oder gar dauerhaft nicht mehr ausüben können. Die BU-Versicherung zählt wahrscheinlich zu den wichtigsten Versicherungen, die es gibt. Denn wer aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, hat kein Einkommen mehr und steht vor einem finanziellen Ruin. Und das Tragische: Statistisch gesehen, wird bereits jeder vierte Berufstätige berufsunfähig.
Die Ursachen dafür liegen vermehrt in psychischen Krankheiten, wie zum Beispiel einem Burnout. Aber auch andere Erkrankungen, ob körperlich oder seelisch, können zur Berufsunfähigkeit führen. Somit sollte jeder Berufstätige über den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken.
Braucht man eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
In dieser Frage sind sich Expertinnen und Experten einig: Wer auf sein Einkommen angewiesen ist, braucht eine BU-Versicherung. Bei Krankheit leistet der Arbeitgeber nur 6 Wochen lang die Lohnfortzahlung, anschließend gibt es Krankengeld von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Insgesamt erhalten Sie innerhalb von 3 Jahren für dieselbe Krankheit höchstens 78 Wochen Krankengeld, wobei die 6 Wochen Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber auf diese Höchstdauer angerechnet werden. Bei Selbstständigen bricht das Einkommen bei Krankheit in der Regel sofort weg.
Was aber, wenn Sie Ihren Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben können?
Dann sind Sie auf sich gestellt, denn die gesetzliche Rentenversicherung zahlt keine Berufsunfähigkeitsrente. Um von ihr eine Rente (Erwerbsminderungsrente) zu erhalten, müssen Sie weniger als drei bzw. sechs Stunden pro Tag irgendeine Arbeit (nicht zwingend Ihren Beruf) ausüben können. Voraussetzung ist allerdings die Erfüllung der allgemeinen Wartezeit von fünf Jahren sowie das Vorhandensein von 36 Pflichtbeiträgen in den letzten fünf Jahren.
Viele Menschen können aber selbst nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung noch einfache Tätigkeiten ausführen. Wer in so eine Situation gerät, lebt häufig am Existenzminimum.
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen springt ein, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihren Beruf nicht mehr oder nur noch zu höchstens 50 Prozent ausüben können – unabhängig davon, ob noch andere Tätigkeiten möglich sind (Hinweis: Hierfür müssen Sie sicherstellen, dass der Versicherer auf eine abstrakte Verweisung verzichtet). Sie erhalten bei ärztlich attestierter und bedingungsgemäßer Berufsunfähigkeit eine monatliche BU-Rente, deren Höhe Sie bei Abschluss selbst festlegen.
Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann komplex sein, deshalb lassen wir Sie nicht allein. Unsere Expertinnen und Experten sind speziell zur BU-Vorsorge geschult und beraten Sie gerne umfassend zum Produkt. Außerdem unterstützen sie Sie bei der Auswahl des richtigen Tarifes, Fragen zu gesundheitlichen Themen und führen Sie durch den gesamten Antragsprozess.
